Aktivitäten des Förderkreises in 25 Jahren

Mit der Gründung des Förderkreises im Jahre 1985 fiel der eigentliche Startschuss für die Museumsarbeit. Der Verein hatte sich damals in der Satzung die Aufgabe gestellt, »das kulturelle Geschehen und geschichtliche Bewusstsein sowie die Einrichtung und das Betreiben des Heimatmuseums zu fördern«.

An dieser Stelle wollen wir einen Überblick geben darüber, was der Förderkreis bzw. seine Mitglieder in den vergangenen 25 Jahren für das Museum und für das kulturelle Geschehen in der Gemeinde geleistet haben. Die Aufzählung weist, mit Rücksicht auf hier verfügbaren Platz, sicherlich Lücken auf.

Alle Dienste der Vereinsmitglieder erfolgten bis heute auf ehrenamtlicher Basis, also ohne Bezahlung.

Museumsbereich

In den 25 Jahren haben die Aktiven des Förderkreises (FK) eine große Anzahl von Museumsgegenständen gesammelt und, soweit nötig, auch restauriert. Teilweise wurden die Gegenstände gespendet, zum Teil vom FK gekauft. Beispiel: Schmiede Berger aus Hertingen. Bei der Einrichtung des Museums in den Jahren 1989-1991 war der FK aktiv beteiligt. Die damals notwendige Inventarisierung der Museumsgegenstände wurde dadurch ermöglicht, dass der FK die Personalkosten einer Fachkraft übernommen hat. In der Zeit nach der Museumseröffnung im Mai 1991 bis 2010 wurden 47 Sonderausstellungen durchgeführt. Aktive des FK haben die jeweilige Museumsleitung bei der Einrichtung unterstützt einschließlich der konzeptionellen und gestalterischen Mitarbeit, auch bei der Öffentlichkeitsarbeit. Teilweise wurden die Kosten der Sonderausstellungen vom FK übernommen.

Ein wichtiger Bereich der Museumsarbeit ist die Betreuung der Öffnungszeiten am Mittwoch- und Sonntagnachmittag; sie werden fast vollständig von Aktiven des FK erledigt. Dies gilt auch für Führungen im Museum.

Zahlreiche Ankäufe von Museumsgegenständen, falls nötig die Restauration, Reparaturen am und im Museumsgebäude, auch der Kauf von Ausstellungsvitrinen wurden vom FK finanziert.

Dafür einige Beispiele: Rollstuhlrampe am Südgiebel, Glastür zum Weinbau, Museumsprospekte, Außenrenovation: neue Fensterläden, Vordach, Malerarbeiten; Beleuchtung Südgiebel des Museums, Kücheneinbau in Schlosskeller und Museum, Instandsetzung des Schloßkellers nach Hochwasser.

Nach einer Erhebung unseres Schatzmeisters belaufen sich die Gesamtausgaben des FK für die Förderung der Museumsarbeit in den 25 Jahren auf rund 95.000 EUR.

Förderung des geschichtlichen Bewusstseins

Trotz des großen Engagements für die Museumsarbeit hat der Vorstand diese in der Satzung festgelegte Aufgabe nicht aus den Augen verloren.

Beispiele für solche Aktivitäten:

  • Anker-Aufstellung beim »NatoÜbergang« am Rhein
  • »Möblierung« Rheintreppe mit Fischereigegenständen
  • Aufstellung von Informationstafeln an historischen Gebäuden in der Gesamtgemeinde, ebenso am Rhein
  • Durchführung von Gemarkungswanderungen
  • Ausstellung mit Aktivitäten zu den Themen »Weinbau, Landwirtschaft Handwerk« anlässlich des Jubiläumsfestes »1000 Jahre« im Jahr 2006
  • Vortrag: »Geschichte der alten Gasthäuser in der Gemeinde« anlässlich 1000-Jahrfeier
  • Buchherausgabe »Bad Bellingen in alten Ansichten« und »Aus der Heimatgeschichte von Bad Bellingen eine etwas andere Chronik von 1920 bis 1950«
  • Initiative zur Wiederaufstellung der Schilder »Badische Weinstraße«

Im Rahmen der »Förderung des geschichtlichen Bewusstseins« wurden in den 25 Jahren spezielle Angebote für die Vereinsmitglieder und für Gäste entwickelt in folgenden Bereichen.

Vereinsausflüge

Seit mehreren Jahren werden Ziele im bewussten Wechsel zwischen Deutschland-Frankreich-Schweiz ausgesucht.

Beispiele in Deutschland: Wangen/Allgäu, Burg Hohenzollern, Speyer anläßlich der Napoleon-Ausstellung, Zeppelinmuseum Friedrichshafen und Pfahlbauten, Kloster Beuron/Schloss Sigmaringen, Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Beispiele in Frankreich: Stadtführung in Andlau, ehem. KZ Struthof, Belfort und Ronchamp, Kloster Murbach, Dijon/Beaune in Burgund, Straßburg, Nordvogesen/Lothringen, Altkirch/Sundgau.

Beispiele in der Schweiz: Bundeshaus in Bern, Solothurn, Seewen, Reigoldswil, ehem. Kloster Muri und Habsburg, Thuner See und Freiburger Land, St. Gallen.

Stammtische

Da die Resonanz bei nur Einkehr-Stammtischen nachließ, wurden vermehrt kulturelle Angebote eingeführt.

Beispiele: Besuch eines Dialekttheaters in Kembs/Elsaß, Bergbaumuseen in Ensisheim und Buggingen, neue Synagoge in Lörrach, Stadtführungen in Breisach und Neu-Breisach, Burghofmuseum Lörrach, Markgräfler Museum Müllheim, Tapetenmuseum in Rixheim, Kirchenführung in Ottmarsheim, Römervilla Heitersheim. Neu im Angebot waren zwei Kulturhistorische Fahrten nach Dresden und Würzburg.

Finanzierung des Förderkreises und seiner Aktivitäten

Ein wichtiger Punkt im Vereinsgeschehen sind natürlich die Finanzen. Viele Aktivitäten können nur realisiert werden, wenn dafür in der Vereinskasse Geld vorhanden ist. Der Förderkreis stand finanziell in den 25 Jahren auf drei Säulen, nämlich: Mitgliedsbeiträge, Spenden und Veranstaltungserträge. Daran wird sich auch in der Zukunft wohl nichts ändern.

Konkret sehen die Zahlen für die 25 Jahre wie folgt aus:

  • Mitgliedsbeiträge ca. 65.000 EUR
  • Geldspenden ca. 23.000 EUR
  • Veranstaltungserlöse ca. 65.000 EUR

Die vorstehende Zusammenfassung der Mitgliedsbeiträge zeigt, dass trotz des bescheidenen Jahresbeitrages von 10 bzw. 12 EUR bei der großen Mitgliederzahl erhebliche Einnahmen zusammenkommen. Genauso verhält es sich bei den Erlösen anlässlich von Museums- und Chilbi-Fest. Sie sind mittlerweile zum unverzichtbaren Bestandteil der Vereinsfinanzierung geworden. Auch an dieser Stelle gilt ein ganz herzlicher Dank den Mitgliedern für ihre jahrelange finanzielle Hilfe, allen Spendern von Geld und Sachleistungen, insbesondere von einheimischen Handwerkern, allen Aktiven für ihren Einsatz.